FAQ

Was ist ein Wikifolio?

 

Abgeleitet von der Wikipedia, der sozialen Wissensdatenbank, kann jedermann, Profi oder Amateur, dort Musterdepots führen ("social investning"). Das heißt, Wertpapiere in dieses virtuelle Depot kaufen und verkaufen und sehen, wie sich eine solches Depot im Wert entwickelt. Es gibt vollständige Transparenz über alle Transaktionen, Misserfolge können nicht unter den Teppich gekehrt werden. Wie gut oder schlecht ein Portfolio Manager arbeitet, wird an der Entwicklung seines Wikifolios offenbar.  Keine blumigen Versprechen, schöngerechnete Performancekennziffern und bunte Prospekte, sondern harte, belastbare Kompetenz Darstellung.

 

Wie kann mir das nützlich sein?

 

Anhand der Transaktionen im Depot und eventueller Kommentare können Anregungen und Ideen für die eigene Anlagestrategie gewonnen werden. Völlig kostenlos. 

Die zweite Möglichkeit besteht darin, ein Wikifolio zu kaufen und  einfach an der Entwicklung teilzuhaben ohne sich weiter darum kümmern zu müssen.

 

Wie funktioniert das?

 

Investierbare Wikifolios haben eine WKN/ISIN. Man kauft sie mit dieser Nummer wie jede andere Aktie/Anleihe oder sonstiges Wertpapier über die Börse Stuttgart, in dem man über seinen Broker, seine Bank einen Kaufauftrag übermittelt. Dazu bedarf es eines Wertpapierdepots bei der eigenen Bank, was dort eröffnet werden muss oder bei einem Online Broker. Ein Wikifolio ist also ein ganz normales, börsengehandeltes Wertpapier.

 

Wer garantiert, dass das Geld nicht in dunklen Kanälen verschwindet?

 

Der Wikifolio-Manager (in diesem Fall ich) hat keinen Zugriff auf das eingesetzte Kapital. Es ist vom Charakter eine Inhalberschuldverschreibung des Unternehmens "Wikifolio". Es ist kein Sondervermögen wie bei einem Exchange Traded Fund. Es besteht ein Risiko, wenn das Unternehmen "Wikifolio" insolvent geht. Das Unternehmen scheibt auf seiner Homepage, die eingezahlten Gelder seien abgesichert. Man wird nur im Schadensfall sehen, ob das stimmt. Wikifolio ist aber schon einige Zeit am Markt, was dieses Risiko kalkulierbar macht. Eine Garantie oder Versicherung gibt es aber nicht.

 

In den letzten Monaten sind die meisten Wikifolios in Stuttgart nicht gehandelt worden. Komme ich überhaupt an Stücke ran und kann ich sie wieder verkaufen?

 

Es werden vom Broker Lang & Schwarz permanent Geld/Brief (Kauf/Verkaufs) Kurse gestellt. Das heißt, selbst wenn in den letzten Tagen kein einziges Wertpapier den Besitzer gewechselt hat, kann in beliebiger Größenordnung, ob für 1.000 Euro, 10.000 Euro, 100.000 Euro zu den normalen Börsenhandelszeiten jederzeit ge- und verkauft werden. Zudem bieten manche Broker/Banken auch einen außerbörslichen Handel an, der in der Regel weniger Spesen verursacht, aber zu den gleichen Kursen abläuft wie an der Börse Stuttgart.

 

Was soll das mit dem „drawdown“?

 

An der Börse bedeutet höhere Chance auch immer höheres Risiko. In diesen Wikifolios wird sich aber darum bemüht, die Rückschläge im Aufwärtstrend, die nicht ausbleiben, gering zu halten. Das geschieht über diverse Risikomanagement Tools. Ziel ist, selbst in sehr schwachen Börsen, den Depotverlust im einstelligen Bereich zu halten. Unter anderem auch, in dem auf fallende Kurse spekuliert wird. Das heißt, dass Kurseinbrüche und schwache Baisse Phasen, die es immer an den Börsen gibt, keine Angst einjagen sollen, sondern für die Performance des Depots genutzt werden. Diese Strategie habe ich schon während der Finanz- und der Corona-Krise in den von mir betreuten Portfolios erfolgreich operationalisiert.

 

Gibt es eine Garantie für eine solche dauerhafte Aufwärtsentwicklung?

 

Nein, natürlich nicht. Es ist ein börsengehandeltes Produkt. Bei dem kann und wird es Schwankungen geben. Auch ein Totalverlust kann nicht ausgeschlossen werden! Diesem Risiko kann man aber begegnen. Zum Beispiel, indem man seiner Bank einen Stop-Loss Auftrag erteilt. Wie geht das? Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie kaufen ein Wikifolio zum Preis von 100. Dann können Sie nach Einbuchung des Wikifolios in ihr persönliches Depot Ihrer Bank den Auftrag geben "Bitte verkaufen, falls der Kurs unter 80 rutscht". Damit hat man den Totalverlust ausgeschlossen und sein Risiko auf 20 begrenzt. Steigt der Wert des Wikifolios auf 130, könnte man den Auftrag umwandeln in "Verkaufen, wenn der Wert unter 105 fällt". Dann hätte man schon ausgeschlossen, dass man bei der ganzen Sache einen Verlust macht. Steigt der Wert auf 150 kann dieser "Stop-Loss" beispielsweise auf 125  nachgezogen werden, was einen Gewinn von 25 aus dieser Anlage sicherstellt. Natürlich könnte das Wikifolio auch zu 150 einfach so verkauft werden, ohne Stop-Loss, wenn man keine Lust mehr auf dieses Investment hat oder das Geld anderweitig benötigt.

Diese Zahlen sind willkürlich gewählt, jeder Anleger sollte sie nach eigenem Risikoprofil und der Schwankungsbreite des jeweiligen Wikifolios individuell festsetzen und dann (vielleicht einmal im Monat) nachziehen und entsprechende Aufträge an seinen Broker, seine Bank geben. Eine solche Vorgehensweise empfiehlt sich im Übrigen für alle Investments, will man große Verluste vermeiden. Es gibt aber auch Anlagestrategien, die ohne Stop-Loss arbeiten. 

 

Die von Bernhard Klinzing gemangeten Wikifolios zeigen einen gemischten Erfolg.

 

Das ist richtig. In der Vergangenheit habe ich diese Plattform eher als Spielwiese und Experimentierfeld für verschiedene Anlagestrategien genutzt. Weil alles so transparent ist, kann man sich über die eigenen Erfolge nicht in die Tasche lügen. Es gab auch Flops, gescheiterte Ansätze. Das will ich nicht verschweigen oder schön reden. Die Zeit der Spielerei, vom "Labor" des Erkenntnisgewinns ist aber abgeschlossen.

Im Herbst 2020 habe ich begonnen, ernsthaft, gewissenhaft und diszipliniert die im Frankfurter Börsenbrief umgesetzten Erfolgsstrategien auf Wikifolios zu übertragen, die "drawdown"..Reihe gegründet. Papier ist geduldig, am besten macht man sich selbst ein Bild über die Entwicklung. Kompetenz zeigt sich nicht in wohlfeilen Worten, sondern in der Grafik über die Wertentwicklung.

 

Welches Wikifolio ist das Richtige für mich?

 

Darüber kann ich keinen Ratschlag geben. Alle von mir verwalteten Wikifolios verfolgen unterschiedliche Strategien, die auf dieser Seite vorgesellt werden. Es muss nach dem persönlichen Chance/Risiko Profil überlegt werden, was am meisten anspricht. Es gibt sehr vorsichtige Ansätze wie beim min drawdown ETF & Co bis hin zu höchst spekulativen Vorgehensweisen bei bmk leverage. Dazu muss eine Entscheidung gefällt werden, wie diese Anlage zu den sonstigen persönlichen Vermögensbildungselemente passt. Wieviele Prozent der für die Altersversorgung vorgesehene Summe in welches Wikifolio gesteckt werden soll. Im Laufe der Zeit kann dieser Satz dann verringert oder erhöht werden, je nach dem wie zufriedenstellend dieses Investment verläuft. Für einen Einstieg in diese Anlageform bietet sich eventuell das in Sachen Chance/Risiko recht austarierte Min Drawdown leverage ESG an.

 

Wie transparent ist, was der Manager mit dem Geld macht?

 

Jede Order, jeder Kauf und Verkauf kann auf der Homepage von Wikifolio nachgesehen werden. Jede Position im Wikifolio ist dort aufgeführt. 

 

Wie transparent sind meine Aufträge an meine Bank?

 

Ich bekomme nicht mit, wer meine Wikifolios an der Börse kauft oder verkauft, geschweige denn in welcher Größenordnung. Wer 100 Euro oder 100.000 Euro investiert, erfahre ich nicht. Auch nicht, wer die Nase voll hat und wieder verkauft. Das weiß nur Ihre Bank und Sie. 

Der Vorteil: Sie machen sich nicht, wie bei einem Vermögensverwaltungsmandat oder einem geschlossenen Fonds abhängig von dem Verwalter. Ein Exit ist zu jeder Zeit ohne jede Kündigungsfrist geräuschlos und unkompliziert zu realisieren.

 

Was sind meine Kosten?

 

Zunächst entstehen beim Kauf Kosten. Eine Hausbank verlangt normalerweise ein Prozent der Investitionssumme als Provision, ein Online Broker in der Regel ein Zehntel davon. Auch die Händler an der Börse Stuttgart erheben eine geringe Courtage. Manche Banken verlangen Depotgebühren. Falls Sie noch kein Depot bei einer Bank oder einem Broker haben, finden sich im Internet viele Vergleiche über Kosten und sonstige Leistungen.

Indirekte Kosten entstehen dadurch, dass es zwischen An- und Verkauf einen Spread/eine Geld-Brief Spanne gibt. Beispiel: Wenn ein Wikifolio zu 120 gekauft werden kann, bekommt man in der gleichen Sekunde, würde man es sofort wieder verkaufen, nur 118 zurück. Das ist weit weniger als bei sonstigen gemangten Fonds, aber mehr als bei ETFs. Davon lebt der Broker Lang & Schwarz, der das Ganze abwickelt, also die theoretischen Transaktionen in dem Wikifolio in tatsächliche Einbuchungen umwandelt. Das Unternehmen Wikifolio verlangt pro Jahr noch 0,95 % des Anlagebetrags als Verwaltungsentgelt. Falls das Wikifolio neue Höchststände erreicht wird ein Teil des Gewinns als Erfolgsbeteiligung einbehalten (in der Regel 16 %). Diese werden anteilig jede Nacht abgezogen.

 

Lohnt das Ganze trotzdem?

 

Auch zu dieser Frage gibt es völlige Transparenz. Wie oben geschildert, ist ein Investment mit Kosten verbunden. Wer in ein Unternehmen investiert, wird aber selten fordern, dass die Kantine, die Firmen-Kita oder die Poststelle geschlossen werden sollen, weil es seinen Gewinn schmälert. Schauen Sie sich die Wikifolios an. Dort können Sie genau ablesen, wieviel Gewinn (vor Steuern) Ihnen eine Anlage persönlich gebracht hätte. Sie sehen, was Sie für ein Investment bei einem Kauf bezahlt hätten und was Sie nach einem Verkauf wieder erlöst hätten. Das ist Ihre Rendite, die Sie ins Verhältnis zu alternativen Anlagen setzen müssen. Dann ist zu entscheiden.

 

Wieviel Geld sollte ich investieren, dass es überhaupt Sinn macht?

 

Der Vorteil des Konzepts von Wikifolio ist die kleine Stückelung. Man kann sowohl 500 Euro investieren, wie 5.000 wie 5 Millionen. Wichtiger ist die Frage nach dem Gewicht, nach dem Anteil im eigenen Depot. Da gibt es keine Standardantwort, weil jeder Investor unterschiedliche Chance/Riisikoprofile vereint. Sicherlich ist es nicht sinnvoll, das ganze Vermögen in ein Wertpapier zu investieren. 

Eine erste Annäherung könnte ein Gewicht von 5 % von dem Wikifolio sein, dass von der Beschreibung am ehesten die eigenen Ziele trifft. Wenn es sich überzeugend entwickelt, kann später immer noch zugekauft werden. Wenn es enttäuscht, die Gewichtung reduziert werden.

Das "min drawdown leverage ESG" hat den Charakter eines Basisinvestments. Die Rückschläge sollen gering bleiben, damit es jederzeit nahe der Höchststände liquidierbar ist. Für ein solches Fundament bei der Vermögensbildung kann sicherlich auch ein höherer Anteil als 5 % erwogen werden. 

Je nach Spekulationslust können andere Wertpapiere, Einzelaktien oder auch weitere Wikifolios ergänzt werden.

 

Wäre es nicht viel einfacher, mit Exchange Traded Funds sein Vermögen zu vermehren?

 

Das ist grundsätzlich erst einmal eine sehr gute Idee. Excchange Traded Funds haben wesentlich geringere Spesen und Kosten gegenüber gemanagten Fonds. Das Risiko wird durch die vielen enthaltenen Werte auch sehr gut gestreut. Die Performance ist in der Regel höher als bei von Banken und Versicherungen vermittelten Finanzprodukten. Es spricht also wenig gegen ETFs. Eine sehr gute Konstruktion! Sie sind auch Teil der Anlagestrategie in den Wikifolios. Der einzige Haken: ETFs fahren immer mit Vollgas auf jede Klippe zu. Sie sind von ihrer Konstruktion immer zu 100 % investiert. Das ist in "normalen" Börsenzeiten ein Vorteil. Das "Min Drawdown Leverage ESG" Wikifolio wird niemals die Performance eines ETFs auf den DAX erreichen (bei anderen wie bmk6469 , bmk6469leverage, FB Global Opportunities ist es zumindest angestrebt, kann aber nicht prognostiziert werden). Allerdings wird es in schwachen Börsenphasen ("baisse") auch deutlich weniger als der DAX (bzw. ein ETF darauf) verlieren, im Regelfall sogar gewinnen. Die Glättung der Aufwärtsentwicklung aus den Schwankungen ist gerade der Clou. Allerdings zu dem Preis, dass dieses Wikifolio in der Hausse weniger Prozente abwirft. 

 

Kann ich die Wertpapiere aus dem Depot nicht einfach selbst kaufen und verkaufen?

 

Auf jeden Fall! Das ist sogar ein Sinn dieser Plattform. Börse kann Spaß machen, auf die Jagd nach Investment-Möglichkeiten zu gehen. Aber nicht jeder hat einen Sinn, Zeit, Lust, Expertise.  Wer Freude an der Börse hat, kann sich hier inspirieren lassen und mitmischen. Wer eher Spaß an Urlaub, Familie, Hobbies hat, hat mit Finanzanlage über dieses Vehikel keinen Aufwand.

Der zweite Vorteil ist ein Steuerkredit. Ein Beispiel: Nehmen wir an, jede Transaktion würde alle Kosten außen vor gelassen, 10 % Rendite abwerfen. Wenn Sie ein Wertpapier zu 100 kaufen und dann zu 110 wieder verkaufen, werden 25 % Steuer fällig. Sie können das nächste Investment mit 107,50 angehen. Wirft es wieder 10 % Gewinn ab, sind Sie bei 107,5 x 10 % - 25 % Steuern gleich 115,63. Damit wird die nächste Investition gestartet. Im Wikifolio ist man da aber schon bei 121, mit der wieder agiert werden kann. Das Vermögen wächst also schneller. Die Steuer müssen Sie natürlich trotzdem bezahlen, wenn Sie das Wikifolio selbst irgendwann verkaufen. Aber bis dahin handeln Sie mit dem Geld aus diesem Steuerkredit. 

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